Zum Projekt

Viele Institutionen der schweizerischen Wissenschafts- und Datenlandschaft stehen vor der Herausforderung Forschungsdaten zu verwalten und die Langzeitarchivierung und -zugänglichkeit zu gewährleisten. Gleichzeitig verfügen sie aber nicht über die Instrumente und das nötige Know-how, um die Anforderungen von zunehmend offener und datenbasierten Forschungsaktivitäten zu erfüllen. Die Implementierung einer grossen Anzahl von isolierten lokalen Lösungen ist nicht kosteneffizient und sollte vermieden werden. Auch internationale oder private Lösungen bergen erhebliche Risiken in Bezug auf die Sicherstellung von Kontrolle und Nachhaltigkeit. Daher ist es sinnvoll, eine nationale Dateninfrastrukturlösung aufzubauen. Es sollte jedoch nicht eine allgemeine „one size fits all“-Lösung sein, sondern eine modulare Lösung, die sich leicht an die Bedürfnisse verschiedener Forschungseinrichtungen und Wissenschaftsdisziplinen anpassen lässt.

Die Basis dafür bildet FORSbase, eine bereits bestehende und bewährte nationalen Archivlösung sozialwissenschaftliche Forschungsdaten, aus der Schweiz. Das zweijährige Projekt SWISSUbase erarbeitet eine nationale, disziplinübergreifende Lösung für Schweizer Hochschulen und andere Forschungsorganisationen, die dringend institutionelle Datenrepositorien für ihre Forschenden benötigen. SWISSUbase soll bald zum zentralen nationalen Instrument für die Bereitstellung, Erhaltung und Verbreitung wissenschaftlicher Forschungsdaten in der Schweiz sowie zum primären Instrument für Informationen über laufende und abgeschlossene Forschungsprojekte auf nationaler Ebene werden. Implementiert wird SWISSubase als erstes von den Partnerinstitutionen (Universität Lausanne & Universität Zürich).

Die Vorteile, eine bereits etablierte Archivierungslösung den Schweizer Hochschulen zur Verfügung zu stellen, sind vielfältig. FORSbase setzt auf internationale Archivierungsstandards und -prozesse, um die langfristige Archivierung und den Zugriff auf Daten zu gewährleisten. Während jede Universität, Fakultät oder Institution die Forschungsdaten und -informationen aus den Projekten ihrer eigenen Forscher zwar selber verwaltet, sind diese gleichzeitig zentral in SWISSUbase abgelegt, so dass öffentliche Daten und Metadaten aus allen Fachdisziplinen unabhängig von ihrer Zugehörigkeit oder ihrem Standort erfasst und abgerufen werden können.

Unser Ansatz basiert auf flexibler Modularität und lockerer technischer Vernetzung – Hochschulen, Fakultäten und Forschungsinstitute erhalten ein massgeschneidertes Instrument, welches sie für ihr eigenes Archivierungs- und Forschungsmanagement benötigen. Gleichzeitig wird jede einzelne Instanz Teil einer grösseren nationalen Infrastruktur.

Mehr Informationen finden Sie auf dem Factsheet oder in unserer Präsentation anlässlich des SWITCH IT for Research Day 2019.

Work packages

(Die Übersetzung der Beschreibung der Work packages ins Deutsche folgt bald)

N° Work PackageBezeichnung
1Entwicklung einer Governance-Struktur
2Entwicklung eines nachhaltigen Businessplans
3Entwicklung der technischen Grundstruktur planen
4Allgemeines Refactoring und Codeoptimierungen (Server-seitig)
5Modulare/kombinierbare Metadaten
6Moderne und reaktionsschnelle Benutzeroberfläche (Seite Kunde)
7Integrierung der SWITCH Swiss Edu-ID
8Implementierung einer Disziplin ausserhalb den Sozialwissenschaften
9Integration von SWITCHdrive
10Test und Freischaltung
11Dokumentation
12Verbreitung und Bewerbung